Shyva, eine sanfte Griechin von der Insel Chalkidiki

 

 

 

 

Mein großer Traum war es schon immer, einen Hund zu haben. Als kleines Mädchen führte ich schon die Hunde aus der Nachbarschaft aus. Erst als sichergestellt war, dass ich genügend Zeit für einen Hund haben würde, habe ich mich auf die Suche gemacht. Es sollte ein Hund werden, der bislang nicht so großes Glück in seinem Leben gehabt hat. Meine erste Anlaufstelle war in ein großes Tierheim in Hamburg.

 

Als die Tierheimmitarbeiter hörten, dass ich berufstätig bin, aber ich eine Betreuung für den Hund tagsüber hatte, schickten sie mich wieder weg. Ich war dort insgesamt dreimal, jedes mal ohne Erfolg! Im Internet entdeckte ich die kleine Shyva. In ihren Blick verliebte ich mich sofort! Sie sollte es sein.

 

 

 

 

 

  Shyva war damals ca. 4 Monat und sehr, sehr ängstlich, was Menschen und andere Hunde anging. Sie schien schon sehr viel mitgemacht zu haben. Ihre Ausbildung war sehr langwierig, auch wollte sie nicht recht Stubenrein werden. Sie hatte es auf der Straße halt 4 Monate lang anders gelernt!

 

Schnell hat Shyva Vertrauen zu mir entwickelt, und ein Jahr später haben wir uns ohne große Worte verstanden. Ein Blick und eine Handbewegung reichten aus und sie wusste, was ich von ihr wollte. Wir sind unzertrennliche Freunde geworden!

 

Shyva war ein sehr sensibler, sanfter Hund, wollte immer gefallen und war fremden Artgenossen gegenüber anfänglich sehr zurückhaltend und unterwürfig. Sie verstand es, die Sprache der Hunde einzusetzen.

 

 

        
 

Die Vielfalt ihrer Kommunikation war enorm. Sie hatte ein Ohrenspiel und eine Körperhaltung, wie ich es bei keinem Hund zuvor gesehen habe. Selbst ein Laie konnte an Shyvas Körperhaltung erkennen, was sie sagen wollte und wie es ihr gerade ging. Ihre größte Freude war Strand und Wasser. Sie liebte es, in an der Ostsee oder in Hamburg an der Elbe in Wittenbergen durch den tiefen weichen Sand zu toben. Wir fuhren daher regelmäßig dorthin.

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Shyva knapp drei Jahre alt war (Anfang 2007) übergab sie sich in unregelmäßigen Abständen, war oft schlapp und kaputt. So schnell wie es kam, verschwand es auch über Nacht wieder! Die Tierärzte waren ratlos und ich verzweifelt! Im Oktober 2007 ging es ihr schlagartig wieder gut.

 

Sie blühte wieder richtig auf, bekam sogar ein kleines Bäuchlein, hatte ihre Skepsis und Ängste anderen Hunden gegenüber verloren und war zu einer selbstbewussten Hundedame geworden. Ich war über ihre Entwicklung sehr erstaunt und erfreut zu gleich. Ich dachte, jetzt haben wir alles überstanden.

 

 

 

  

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

Oft stand ich einfach nur da und habe Shyva beim Spielen mit anderen Hunden beobachtet und war über ihren Mut, den sie in vielen Situationen zeigte, sehr stolz auf sie. Ich habe jede Sekunde mit ihr genossen.

 

Mitte Dezember 2007 übergab sie sich das erste mal seit langer Zeit wieder und hatte ungleichgroße Pupillen, was mich sehr beunruhigte. Ich rief sofort noch am selben Abend den Tierarzt an, der mich auf die Sprechstunde am nächsten Morgen vertröstete und sagte, ich solle mir keine Sorgen machen.

 
 

 

 

 

 

 

 

  Am nächsten Morgen, als wir aufstanden, stand Shyva schon schwanzwedelnd und in voller Erwartung vor der Haustür. Wir nahmen sie auf den morgendlichen 15min. Spaziergang mit, wo sie zu unserer Überraschung ausgelassen mit Ashanti rumrangelte, über die Felder rannte und so tat, als wäre nichts gewesen. Ich war sehr erleichtert. Zu Hause wieder angekommen, übergab sie sich wieder direkt vor der Haustür und ging in ihr Körbchen.

 

 

 

Am nächsten Morgen, als wir aufstanden, stand Shyva schon schwanzwedelnd und in voller Erwartung vor der Haustür. Wir nahmen sie auf den morgendlichen 15min. Spaziergang mit, wo sie zu unserer Überraschung ausgelassen mit Ashanti rumrangelte, über die Felder rannte und so tat, als wäre nichts gewesen. Ich war sehr erleichtert. Zu Hause wieder angekommen, übergab sie sich wieder direkt vor der Haustür und ging in ihr Körbchen.

 

Ich beschloss, nicht wie gewohnt zur Arbeit zu fahren und sie erst zu Beginn der Sprechstunde abzuholen, sondern bei ihr zu bleiben. Plötzlich bemerkte ich, dass Shyva sich eigenartig verhielt. Ich ging zu ihrem Körbchen, in dem sie lag, und kniete mich zu ihr. Sie legte ihren Kopf auf meine Knie, es kam noch ein zaghaftes Schwanzwedeln von ihr und einer ihrer liebevollen Blicke, dann fing sie an unregelmäßig zu atmen, ich nahm sofort mein Handy, das in Greifweite lag und wählte die eingespeicherte Nummer vom Tierarzt.      

 

Irgendetwas stimmte nicht! Dann kam kein Atemzug mehr von ihr.

Shyva ist im Alter von 4 Jahren in meinen Armen gestorben und ein Teil von mir mit ihr!

 

Es schien fast so, als wollte sie einen letzten Spaziergang mit ihrem Rudel machen, mit Ashanti noch mal rumrangeln und toben und hat so lange auf mich gewartet, bis ich mich zu ihr kniete und sie Abschied von mir nehmen konnte. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen, es kam alles so plötzlich und ging so schnell.

Shyva und ich waren ein eingespieltes Team, haben uns vertraut und eine sehr innige Bindung zueinander gehabt. Durch das Vertrauen, das wir zueinander hatten und ihren guten Gehorsam hatte sie sehr viele Freiheiten bei mir. Ihr Tod hat eine große Lücke in mein Leben gerissen.

Wer sich je von ganzem Herzen auf einen Hund eingelassen hat und alles mit diesem geteilt hat, wird mich verstehen können. Sie war und ist meine Seelenverwandte. Wir haben sehr schwere, aber auch ganz tolle Zeiten miteinander verbracht und ich werde sie niemals vergessen und will es auch gar nicht! Shyva, dein plötzlicher Tod war schrecklich, aber du warst wahnsinnig tapfer und du hast gewusst, dass es so kommen wird.

 

Ich vermisse Dich unendlich!

Andrea

 

 

TRAUER TUT SO FURCHTBAR WEH !!!!

 

 

 

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